Wikimedia-Mitgliederversammlung am 26.05.2018

Auszug aus dem Programm der Mitgliederversammlung:

„Zukunftsprozess Wikimedia Deutschland e. V.

Wie wirken gesellschaftliche und technologische Trends & Entwicklungen auf uns als Verein und unsere Aktivitäten ein? Wie verändert sich die Welt um uns herum und was müssen wir tun, um in Zukunft relevant zu bleiben und Freies Wissen weiter zu fördern? Was heißt überhaupt Freies Wissen in der Zukunft?

Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns innerhalb des Zukunftsprozesses bei

Wikimedia Deutschland. Auf der Mitgliederversammlung geben wir einen

Einblick in unsere Trendanalyse und laden zum Gespräch dazu ein. 

Triff die Community

Wie genau funktioniert eigentlich die Wikipedia? Wer schreibt sie, wer korrigiert Fehler und wie kann ich selbst mitmachen? Über diese und viele weitere Themen können Sie sich direkt mit Freiwilligen aus der Wikipedia-Community austauschen. “

Hier das Programm der Mitgliederversammlung der Wikimedia am 26.05.2018

Programmübersicht 22. MV

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Orden für Professorin Monika Barz, Wikipedia-Autorin

Für ihr außergewöhnliches Engagement für gleiche Rechte und Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten hat der baden-württembergische Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) am Montag, den 30.04.2018 Monika Barz das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande ausgehändigt.

Mehr hier:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=31095

 

Wiki loves women: #Cannstatterinnen

AM 09.06.2018 von 10 bis 17 Uhr findet ein weiteres Wikipedia-Seminar, diesmal in Bad Canstatt.

Auszug aus dem Programm:

„Auf vielfältige Weise haben Frauen Bad Cannstatt geprägt und das kommunale Leben mit gestaltet.
Doch nach wie vor haben Frauen es schwer, Teil des aktuellen Wissensbestandes zu sein – häufig
gerät ihr Wirken in Vergessenheit. Um die Leistungen langfristig und weltweit sichtbar zu machen,
wollen wir ihnen einen Platz in Wikipedia geben.
Das demokratische Beteiligungsprojekt Wikipedia lebt von Mitwirkung und unseren Beiträgen: Wir
informieren uns auf einem Stadtrundgang über Cannstatterinnen und pflegen Informationen über
sie in Wikipedia ein. So geben wir #Cannstatterinnen weltweit ein Gesicht.
Vorwissen ist keines nötig, nur Neugierde auf Geschichte und Lust auf Zukunft!“

Hier das Programm zum Herunterladen:

Programm wiki loves women 2018

Exkursion in den Landtag

Sie sind drin: Im Landtag von Baden-Württemberg sitzen 35 Frauen. Doch sie sind selten: Die weiblichen Abgeordneten machen nicht einmal ein Viertel der Parlamentarier aus. Einen niedrigen Frauenanteil gibt es auch bei der weltweit meist genutzten Online-Enzyklopädie Wikipedia: Nur ca. 12 Prozent der Artikel werden von Autorinnen geschrieben. Entsprechend selten oder kurz sind dort Biografien über prominente Frauen. Das wollen wir ändern!

Wir lernen den Landtag und weibliche Abgeordnete kennen und vervollständigen ihre Biografien in Wikipedia. Vorkenntnisse sind keine erforderlich, nur Neugier auf Menschen und Interesse an  gesellschaftspolitischen Themen.
Termin Mittwoch, 11. April 2018, 15.45 bis 19.30 Uhr
Ort Landtag von Baden-Württemberg, Konrad-Adenauer-Str. 3, 70173 Stuttgart
Referentin Elisabeth Skrzypek, freie Historikerin und wikiwoman, Stuttgart
Leitung Sabine Keitel, LpB
Kosten 15,00 EUR, inkl. kl. Imbiss
Sonstiges Zum Ausprobieren vor Ort kann der eigene Laptop/ das Tablet mitgebracht
werden.
Seminar-Nr. 36/15/18

 

 

Hier das komplette Programm:

2018_Vom Landtag in Wikipedia

Wikibu – gute Idee mit einigen Tücken

Fast jeder kennt es, das Wikipedia-Dilemma. Nirgendwo findet man mehr Informationen auf einmal. Doch kann man den Artikeln überhaupt trauen? Schließlich darf fast jeder an den Texten und Biografien mitschreiben. Damit ist nicht immer gesichert, dass in dem Online-Lexikon auch die Wahrheit steht.

Wie soll man wissen, ob ein Wikipedia-Artikel vertrauenswürdig ist?

Eine Antwort auf diese Fragen möchte „Wikibu“ liefern. Das Programm wendet sich an alle, die verunsichert sind, wenn es um das Online-Lexikon geht.

Das Prinzip von Wikibu ist einfach: es überprüft kostenlos den Wahrheitsgehalt von Wikipedia-Artikeln anhand von verschiedenen Kriterien wie der Anzahl der Besucher/innen, Autoren und Verweise sowie der angegebenen Quellen.
Am Ende erhält der gesuchte Artikel eine Punktzahl zwischen 1 und 10. Je höher die Punktzahl, desto vertrauenswürdiger der Artikel.

Zusätzlich werden Nutzer/innen auf häufige Änderungen hingewiesen und dazu angehalten, die Bewertung nochmals zu überprüfen, wenn auch zwischen den Autoren selbst eine Diskussion über den Inhalt besteht.

Wie Wikibu selbst schreibt, wird die Bewertung statistisch durchgeführt: Faktoren, die diese Statistik verzerren, werden daher nicht miteinkalkuliert. Das birgt die Gefahr, dass die Bewertungen schlussendlich verfälscht werden.

Beispiel Besucherzahlen: Artikel zu unbekannten oder unbeliebten Themen bekommen hier automatisch eine schlechtere Wertung. Das muss aber nicht zwingend etwas über ihren Wahrheitsgehalt aussagen.

Gleiches trifft auch auf die Verweise oder die Anzahl der Autoren zu: Vier Augen sehen zwar mehr als zwei, doch zu viele Köche können den Brei auch verderben. Man kann im Endeffekt nie wissen, ob ein Autor vielleicht mehr zu dem Thema weiß als zehn andere, weil es sich um sein Fachgebiet handelt. So kann man auch über die Autorenzahl nicht schlüssig auf eine besondere Vertrauenswürdigkeit schließen.

Das bietet die Möglichkeit zur Manipulation: um den Vertrauensgehalt von Artikeln zu vergrößern, könnten sich mehrere Autoren einfach zusammentun und den Artikel immer wieder um minimale Einschübe ergänzen ohne jedoch dessen Wahrheitsgehalt irgendwie zu steigern.

Auch Quellen und Verweise müssen nicht immer etwas über die Vertrauenswürdigkeit eines Artikels aussagen: zu manchen Themen existieren kaum Quellen, dafür können die wenigen vorhandenen Dokumente sehr aussagekräftig sein. Umgekehrt kann es auch vorkommen, dass trotz guter Quellenanlage falsche Informationen im Online-Lexikon landen.

Entbrennt innerhalb der Wikipedia-Community eine Debatte um bestimmte Inhalte, kann Wikibu den Wahrheitsgehalt ebenfalls nicht mehr schlüssig bewerten.

Die Folge ist, dass vor allem Minderheiten und Frauen durch den bisherigen Suchmechanismus benachteiligt werden. Es gibt weniger Autor/innen, die über weibliche Persönlichkeiten Artikel verfassen und oft auch weniger Quellen und mehr kontroverse Diskussionen, sodass die Glaubwürdigkeit dieser Artikelgruppen auf Wikibu oft besonders gering ausfällt.

Gut gemeint ist die Wikibu-Idee auf jeden Fall, aber eben auch noch sehr verbesserungswürdig.

Lea Horn, Göppingen