Enzyklopädisten – Wikipedianer

Seit ich mich mit WIKIPEDIA beschäftige kehre ich immer wieder in meinen Recherchen zu den Enzyklopädisten aus dem 18 Jahrhundert. Ihre Arbeit fasziniert mich immer wieder.  Sie hatten das gleiche Ziel wie Wikipedianer heute:

Denis Diderot (1713 – 1784):

„Das Wissen, das über die Oberfläche der Erde verstreut ist, zusammenzubringen. Sammlung vieler Einzelerkenntnisse in einem Werk…..Dem Wissen der chaotischen Welt zumindest auf dem Papier geordnete Umrisse zu geben.“

Den Enzyklopädisten ging es um mehr:

D’Alembert (Mitherausgeber in der Einleitung zum vierbändigen Discours):

„Eine Verkettung der Teile menschlichen Wissens, mit dem Ziel

  • Auf die Gesellschaft zu wirken – dies mit einer jedermann verständlichen Sprache und Partei nehmend.
  • Das Gesamtsystem dem Menschen erklären und dies den „Zukünftigen“ zu übermitteln, damit Anstrengungen nicht nutzlos waren und so als Folge besserer Instruktion tugendreicher und glücklicher zu sein.
  • Nicht sterben ohne den Verdienst sich um das Menschengeschlecht verdient gemacht zu haben.“

Auch schon damals war es eine Illusion das komplette Wissen in einer Enzyklopädie aufzunehmen. Und heute? Wenn wir wissen, dass sich das Wissen alle x Jahre verdoppelt (früher hat sich das Wissen der Menschheit alle 100 Jahre verdoppelt) ist es eben klar, dass man nie alles aufnehmen kann, was in den menschlichen Gehirnen an wissen schlummert.

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Ein Gedanke zu “Enzyklopädisten – Wikipedianer

  1. Das sind echt interessante Gedanken. Auch in China versuchte der Tang-Kaiser Yongle bereits im 15. Jh. in einer Enzyklopädie alles Wissen der Welt zu sammeln. Es scheint ein Menschheitstraum zu sein, alles Wissen zu sammeln.
    Diderot u.a. wollten mit der Enzyklopädie die Gesellschaft stürzen und haben zu diesem Zweck revolutionäre Artikel in ihrer Enzyklopädie versteckt.
    Was wollen wir mit Wikipedia? Der eine will vielleicht einfach sein Wissen veröffentlichen, ein bisschen angeben. Wir wollen, dass mehr Frauen und weibliche Themen und weibliche Sichtweisen berücksichtigt werden.
    Viele haben auch politische Ziele, gesellschaftliche Ziele.
    Wikipedia versucht „neutral“ zu bleiben. Aber geht das überhaupt? Ich glaube nicht und ehrlich gesagt, ist dies auch nicht mein Ziel. Vielfalt und Transparenz erscheinen mir da richtiger.

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